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Internet-Anwendung informiert Bürger über Gefahr durch Starkregen

Hydrotec hat den Starkregen WebViewer – eine Internet-Kartenanwendung für Kommunen – entwickelt. Er stellt den Verlauf eines Hochwassers nach einem Starkregen auf dem Gemeindegebiet wie in einem Zeitraffer dar. Diese Animation beruht auf einer Starkregenmodellierung mit HYDRO_AS-2D. Erstmalig ist der Starkregen WebViewer für die Gemeinde Wachtberg bei Bonn verfügbar. Die Gemeindeverwaltung geht die Starkregen-Problematik aktiv an und beauftragte Hydrotec mit der Analyse der Gefährdungslage und der Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen sowie mit der Konfiguration des Starkregen WebViewers.

Im Starkregen WebViewer sehen Sie in der Karte anhand einer Animation den Verlauf des Hochwassers nach einem 100-jährlichen Regenereignis. Überflutete Flächen und Gebäude sowie die Fließwege des Niederschlagswassers werden direkt erkennbar. Die auftretenden Wassertiefen sind abgestuft mit Blautönen verschiedener Helligkeit dargestellt. Die Transparenz der Überflutungsflächen ist variabel einstellbar, damit evtl. darunter liegende Gebäude sichtbar bleiben.

Der WebViewer erlaubt freies Zoomen und Verschieben der Karte und bietet eine Adress-Suche, sodass Anwender zu jeder beliebigen Stelle im modellierten Bereich navigieren können. Die Animation selbst ist durch Abspielfunktionen, einen Schieberegler und eine Geschwindigkeitsauswahl individuell steuerbar. Per Knopfdruck lässt sich die maximale Ausbreitung der Überflutung in der Karte anzeigen. Als Hintergrundkarte sind z. B. ein Luftbild oder eine topografische Karte auszuwählen. Auch andere Hintergründe und GIS-Themen können eingebunden werden.

FloodWebViewer

Dieser wevbiewer dienst wurde für die Gemeinde Wachtberg entwickelt.

Geeignete Ansätzen und Konzepte ermöglichen Schutz vor Hochwasser

Starkregen und urbane Sturzfluten der letzten Jahre zeigen: Es kann jede Kommune treffen. Eine genauere Vorhersage als die Unwetterwarnungen des DWD ist bei den oft katastrophalen Starkregen nicht möglich. Ereignisse wie in Dortmund und Münster werden verursacht durch länger anhaltende, intensivere und damit seltenere Niederschläge als solche, die der Kanalbemessung zugrunde liegen. Sie trafen die Städte unvorbereitet, obwohl Klimaforscher bereits seit Längerem vor der Zunahme von extremen Unwettern warnen.

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Für jeden Fall das richtige Werkzeug

Für die Modellierung der hochdynamischen Fließprozesse bei Starkregen und urbane Sturzfluten reichen einfache GIS-Analysen nicht aus. Sie sind nur eine Vorstufe, da sie erste Erkenntnisse über Fließwege und Tiefpunkte liefern. Gefragt ist eine vollständige hydrodynamische 2D-Simulation, bei der das Modellnetz auf Basis des DGM erstellt wird. Hydrotec hat ein modulares und gestuftes Modellkonzept entwickelt, das einerseits der Aussage-Ebene und andererseits einer späteren möglichen räumlichen Verfeinerung Rechnung trägt. Die Stufen Grobanalyse, Identifikation von Risikobereichen, detaillierte Fließanalyse von Schadensschwerpunkten bis hin zur kleinräumigen Kopplung mit Kanalmodellen und Integration von Gewässermodellen decken das ganze Spektrum städtischer Sturzfluten ab. Die Verwendung flächig verfügbarer Daten (Laserscan-DGM, Landnutzung, Gebäudebestand ALK) in Verbindung mit der Modellierungssoftware HYDRO_AS-2D erlauben die Aufstellung großflächiger, kostengünstiger und aussagekräftiger Modelle. Hydrotec berät die Kommunen und Städte bei der Erstellung von urbanen Gefahren- und Risikokarten, führt Modellierungen durch und unterstützt bei der Entwicklung von Kommunikationsstrategien.

Information ermöglicht Eigenvorsorge | Starkregen Web-Viewer

Die Verantwortlichen haben das erkannt und propagieren verstärkt die Notwendigkeit zur Eigenvorsorge durch die Bürger. Damit stehen sie vor der Frage, wie die Öffentlichkeit geeignet über die potenziellen Gefahren durch urbane Sturzfluten zu informieren ist. Viele Verwaltungen denken intensiv darüber nach, manche scheuen eine offensive Informationspolitik und andere wollen scheinbar gar nicht wissen, wo die Gefahrenpunkte liegen. Städte wie Münster und Dortmund kennen aus schmerzvoller Erfahrung ihre besonders gefährdeten Bereiche und wissen, wo sich anfällige Infrastruktur befindet. Anderen Städten kann dies erspart bleiben, wenn sie selber aktiv werden und die potenziellen Gefahren und Risiken urbaner Sturzfluten ermitteln, darstellen und ohne Vorbehalte veröffentlichen. Bei der Diskussion um mögliche Wertverluste von potenziell gefährdeten Grundstücken und Gebäuden darf man nicht vergessen, dass die Gefahr real existiert und nicht durch Missachtung geringer wird. Mit Mitteln wie z. B. dem Hochwasserpass kann der Eigentümer nachweisen, dass er sein Gebäude möglichst gut gegen Wassergefahren aus dem Untergrund und über die Oberfläche weitgehend geschützt hat.

Leichte Bedienung und Zusatzinformationen für Bürger

Die Anwendung des WebViewers ist sehr einfach und erschließt sich intuitiv. Auch mit mobilen Geräten kann man auf den WebViewer zugreifen und ihn wie eine App verwenden. Ergänzend bietet er dem Einsteiger eine Einführungssequenz und eine integrierte Online-Hilfe, die Inhalte und Funktionen erläutern. Wenn der Anwender feststellt, dass sein Gebäude oder ein geplantes Objekt bei Starkregen gefährdet ist, findet er im Menü „Weitere Informationen“ pdf-Dokumente zum Download, die ihn über Ansprechpartner sowie über Möglichkeiten zur Starkregen-Vorsorge informieren.

langsame Internetverbindung

Starkregenkarte Wachtberg

simulierte Überflutungsbereiche für ein N100 Szenario

Karte

Wasserstände (in cm)

Deckkraft einstellen :

Layer

langsame Internetverbindung
Hintergrundkarte wechseln
langsame Internetverbindung
Strömungslinien ausblenden
Animation - starten/beenden und Wiedergabe einstellen
Zeit einstellen - Die Überflutung zu einer bestimmten Zeitpunkt darstellen.
Transparenz - Transparenz der überfluteten Flächen anpassen
Hintergrundkarte - Luftbild (Bing-Maps) oder Straßenkarte (OpenStreetMaps) als Hintergrund auswählen
Stromlinien - Stromlinien (Fließwege des Wassers) sichtbar schalten
WebViewer v. 2.01.190919